Das Grammatik-Glossar ist ein kleines Wörterbuch und gibt kurze Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen in der deutschen Grammatik. Die jeweiligen Fachbegriffe sind verlinkt und führen direkt zu weiterführenden Erläuterungen.

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Grammatikbegriff

Synonyme

Erklärung

Beispiele

Kardinalzahl

Grundzahl Kardinalzahlen geben Mengen von Lebewesen und Sachen an. eins, zwei, drei, 5, 6, 7

Kasus

Fall, 4 Fälle Es werden 4 Fälle unterschieden:
1. Fall: Nominativ
2. Fall: Genitiv
3. Fall: Dativ
4. Fall: Akkusativ
Die 4 Fälle haben die Aufgabe, verschiedene Satzglieder im Satz unterscheidbar zu machen.
Beispiele zu den 4 Fällen gibt es hier: Einführung Kasus

Kausalsatz

Nebensätze des Grundes Kausalsätze geben einen Grund oder eine Ursache an. Oft wird der Grund in einem Nebensatz angegeben. Er kommt heute nicht, weil er krank ist.

Komparation

Steigerung der Adjektive Adjektive können gesteigert werden. (siehe: Komparativ und Superlativ) alt, älter, am ältesten

Komparativ

1. Steigerung
1. Steigerungsform
Adjektive können vergleichen und gesteigert werden. Die 1. Stufe der Steigerung nennt man Komparativ. alt, älter
hoch, höher
klein, kleiner

Konjugation

Beugung
Flexion bei Verben
konjugieren
Die Konjugation der Verben ist abhängig von Person, Numerus, Tempus und Modus. Es wird kälter.
Das ist Heinz.
Der Urlaub war schön.
Das wäre prima.

Konjunktion

Bindewort Konjunktionen verbinden einzelne Wörter, Satzglieder oder ganze Sätze. und, aber, denn, oder, dass, bevor, nachdem, bis, als, wenn

Konjunktiv

Möglichkeitsform Der Konjunktiv ist einer der drei Modi. Er zeigt an, das ein Geschehen möglich sein könnte. Man unterscheidet Konjunktiv I und II wäre, hätte
könnte, müsste
würde lernen
würde gehen

Konjunktiv I

Der Konjunktiv I findet ausschließlich in der indirekten Rede seine Anwendung. Hans sagte, er gehe ins Kino.

Konjunktiv II

Irrealis Im Konjunktiv II stehen Äußerungen oder Ereignisse, die (wahrscheinlich) nicht erfüllbar sind wie z.B. Wünsche und irreale Bedingungssätze. Er kann aber auch Aussagen besonders höflich formulieren. Wenn ich Geld hätte, würde ich uns ein Haus am Gardasee bauen.

Ich hätte gern 500 g Bergkäse.

Konkretum

Gegenstandswort
(↔ Abstraktum)
Gegenstandswörter sind Nomen, die man konkret erfassen kann. das Auge, das Buch,
die Dose, der Esel
das Fass, das Geld

Konsonant

Mitlaut Konsonant ist ein Begriffe der Lautlehre. Konsonanten betreffen Laute, die nur in Verbindung eines stimmhaften Vokals vorkommen. b, c, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p, qu, r, s, t, v, w, x, y, z

Kontext

Zusammenhang
Umfeld
Ein einzelner Satz kann ohne Kontext oft nicht verstanden werden. Erst der Kontext einer Sprechsituation gibt die notwendigen Handlungszusammen- hänge, den einzelnen Satz zu verstehen. A: Wo ist er?
B: Wer ist „er“?
A: Im Garten?
B: Wer ist im Garten?
A: Mein Sohn?
B: Andreas?
A: Der nicht?
B: Karl?
A: Nein, Thomas.
B: Er liegt im Bett.
Er ist krank.

Kopulaverb

Kopulaverben verbinden das Subjekt mit einem anderen Nomen oder Adjektiv. Gemeinsam bilden sie das Prädikat eines Satzes. Er ist Sänger.
Er wird Sänger.
Er bleibt Sänger.
Es ist heiß.
Es wird heiß.
Es bleibt heiß.
Sie heißt Astrid.

Korrelat

Repräsentant In Nebensätzen wird ‚es‘ als Korrelat für einen Nebensatz eingesetzt. Der Gebrauch ist allerdings fakultativ. Stimmt es, dass Jana verliebt ist? –
Ja, dass sie verliebt ist, stimmt.